Darstellendes Spiel

Fachlehrer/in

  • Frau Bohnet-Kohlhoff
  • Frau Dr. Benrath
  • Herr Herborn
  • Frau Jungmann
  • Frau Lebendig
 

Über Schultheater

Wenn Menschen Theater spielen, schlüpfen sie in andere Rollen und setzen sich auf diese Weise „spielerisch“ mit ihrer erlebten Umwelt und ihren Problemen auseinander. Man muss kein Kind dazu anregen, diesen affektiven Weg der Reflexion zu wählen – Rollenspiele sind selbstverständlicher Bestandteil unserer Entwicklung. Im Lauf der Jahre lernen wir, diese spielerische Form zurückzudrängen und statt dessen ausschließlich unser Denken zu benutzen.

In vielen anderen Ländern ist man jedoch schon seit langem zu dem Schluss gekommen, dass Theaterspielen für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen von großer Bedeutung ist und hat dieses Fach zu einem selbstverständlichen Bestandteil des Unterrichts an Grund- und weiterführenden Schulen gemacht.

Warum also ist Theaterspielen so wichtig? Die Entwicklung einer Persönlichkeit ist ein vielschichtiger Prozess, zu dem Faktoren beitragen, die in unserer „normalen“ Schule häufig zu kurz kommen. Textvorgaben, seien es Theatertexte, Prosatexte, Gedichte oder Balladen, können im Theaterspiel ganzheitlich erfahren werden, es eröffnen sich häufig völlig neue Dimensionen, die durch eine intellektuelle Herangehensweise nicht erreichbar sind. Des Weiteren werden kommunikative Fähigkeiten und Aufmerksamkeit gestärkt, vor allem im Umgang mit Gruppenmitgliedern. Während die Kreativität besonders in den anderen künstlerischen Fächern durch die Schule gestärkt wird, ist die Entwicklung und Entfaltung von Spontaneität eher störend für den normalen Schulalltag. Am Ende einer Theaterarbeit stehen immer die großen Aufführungen. Sie sind eine besondere Herausforderung für alle Beteiligten, denn nun stellen sich alle mit dem Ergebnis eines Jahres Arbeit dem Urteil einer kritischen Öffentlichkeit.

Theaterarbeit erfüllt also im besonderen Maße die Anforderungen an einen modernen Unterricht, in dem projektorientiert gearbeitet wird und dabei fachübergreifende Aspekte berücksichtigt werden und die Zusammenarbeit mit anderen Fächern angestrebt wird.

Wir erachten es deshalb als wichtig, bereits in der Klasse 7 mit dem Theaterspielen zu beginnen und die Arbeit, die an vielen Grundschulen in diesem Bereich geleistet wird, fortzusetzen. Erfahrungen haben gezeigt, dass eine Weiterführung in der Mittelstufe sinnvoll in einer AG der Klassen 8 bis 10 erfolgt.

 

Martin Herborn und Klaus Kortstock

Alles Theater…

Ab dem Schuljahr 2009/2010 wird in der 10. Klasse das Wahlpflichtfach Darstellendes Spiel eingerichtet. Es ersetzt den Basiskurs Darstellendes Spiel der 11. Klassen und ist Eingangsvoraussetzung für die Grundkurse Darstellendes Spiel in der Oberstufe.

In der Oberstufe wird Darstellendes Spiel als reguläres Unterrichtsfach angeboten, das als benoteter Grundkurs in das Abitur eingebracht werden kann. Seit dem Schuljahr 2007/2008 kann das Fach DARSTELLENDES SPIEL als 5. Prüfungskomponente im Abitur gewählt werden. Aus diesem Grund ist es notwendig, einen Basiskurs Darstellendes Spiel in den 11. Klassen anzubieten, der als Pflichtkurs Voraussetzung für die Wahl eines Grundkurses DS ist.

Im Schuljahr 2006/2007 wurde das Projekt TiF – Theater im Fachunterricht ins Leben gerufen. Ziel des Projekts ist die Nutzung von theaterpädagogischen Methoden in der Gestaltung ausgewählter Unterrichtsinhalte in den Fächern Sprachen, Kunst, Musik, Geschichte. Hier sollen Kurzprojekte (1-4 Wochen) durchgeführt werden, die im Rahmen der normalen unterrichtlichen Vorgehensweise und in Anlehnung an den Rahmenplan der entsprechenden Fächer durch die Zusammenarbeit von Fachlehrer und Theaterlehrer einen neuen Charakter erhalten können.

Logo Theater und Schulen 2007 wurde das Lilienthal-Gymnasium in die Reihe der
externer Link TuSCH-Schulen aufgenommen. Das bedeutet, dass wir für 2-3 Jahre intensiv mit einem Profitheater dieser Stadt zusammen arbeiten werden und an kostenlosen Workshops der Berliner Bühnen teilnehmen können. Die Zusammenarbeit begann 2009.

Im Rahmen der Mittelstufen-AGs und der Oberstufenkurse wird eine fächerübergreifende Zusammenarbeit, vor allem mit den Sprachen, Musik und Kunst, angestrebt. Zukunftsvisionen sind in diesem Zusammenhang unter anderem in den „normalen“ Unterricht eingebundene, zeitlich begrenzte DS-Projekte.

Neben den Theater-AGs und DS-Kursen 2006 werden auch andere Arbeitsgemeinschaften angeboten, die mit dem Theaterspielen in Beziehung stehen.

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