Profil „Kommunikation und Medien“

Seit mehreren Jahren haben wir Erfahrungen mit dem Profil „Kommunikation und Medien“ gesammelt. Es besteht zunächst aus einer Verstärkung des Deutschunterrichts in der 7. Klasse, um die mündliche und schriftliche Kommunikationsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler zu verbessern. Im Sinne einer zukunftsorientierten und medienkritischen Schulbildung haben wir parallel dazu Medien in allen ihren Varianten verstärkt in den Unterricht einbezogen.

Aus der Arbeit der Profilklassen

Welche Absichten verfolgen wir mit dieser Schwerpunktsetzung?

Die Erlangung von Schlüsselqualifikationen (Sachkompetenz, kommunikative Kompetenz, Methodenkompetenz sowie Teamfähigkeit) wird im gesamten Unterricht an unserer Schule gefördert. In einigen Lerngruppen soll darüber hinaus inhaltlich und methodisch die gezielte Aneignung von Medienkompetenz im Vordergrund stehen, weil diese in der Gesellschaft eine immer größere Rolle spielt.

Was bedeutet Medienkompetenz?

Es ist die systematische Vermittlung von:

  • Theoretischem Wissen über Medien
  • Analyse- und Kritikfähigkeit mit Blick auf die Nutzung
  • Fähigkeiten zur aktiven Handhabung (Produktion und Präsentation)
  • Kompetenzen bezüglich der Teilnahme an medienbezogenen – auch außerschulischen – Projekten

Wie wollen wir diese Zielsetzungen umsetzen?

In der 7. Klasse findet ein zweitägiges fächerübergreifendes Methodentraining statt. Im 1. Halbjahr werden diese Fertigkeiten und Fähigkeiten am Beispiel eher traditionell schulbezogener Medien eingeübt (Lernstrategien, Kommunikationsregeln, Strukturieren, Präsentieren) und angewendet.

Gleichzeitig erfolgt eine Einführung in die Arbeit mit dem Computer im Wahlpflichtfach ITG (informotionstechnische Grundbildung), bei der auch andere Medien wie Fotos und Internet mit einbezogen und eigenständige Produktionen und Präsentationen (z.B. mit Powerpolnt) hergestellt werden. Dies wird im 2. Halbjahr vertieft. Die Arbeit in den Medienklassen ist häufig fächerübergreifend und projektorientlert. In den Klassen 7 bis 9 werden kleinere, an den Unterrichtsverlauf angepasste Projekte realisiert, die 1, 2 oder 3 Fächer umfassen. Mindestens ein großes Projekt, an dem möglichst alle Fächer beteiligt sind, wie z.B. die Erstellung einer Zeitung oder eines Hörspiels, wird während der drei Schuljahre durchgeführt.

Wen wollen wir damit besonders ansprechen?

  • Schülerinnen und Schüler, die an einer medien- und kommunikationsorientierten Arbeit besonders interessiert sind
  • Schülerinnen und Schüler, die dazu bereit sind, sich auch über den verpflichtenden Unterricht hinaus für Projekte zu engagieren, und über entsprechende Motivation, Kreativität und Einsatzfreude verfügen

Profilbezogenes Curriculum Klasse 7

Kompetenzbezogene Standards 1. Halbjahr

Die Schüler eignen sich die folgenden Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten sowie Methoden an und lernen, sie entsprechend fachbezogen sowie fächerverbindend und -übergreifend anzuwenden:

  • Beachtung von Lernstrategien und Kommunikationsregeln
  • Texte erfassen, markieren, strukturieren und wiedergeben
  • Recherchieren in traditionellen Medien (Texte, Bücher, Presse etc.)
  • Bilder beschreiben und deuten
  • Visualisieren mittels traditioneller Medien und einfache Formen der Präsentation (Tafel, Wandzeitung, Plakat, Folien etc.)
  • Inhalte transferieren und neu strukturieren (Systematisierung unter bestimmten Aspekten, z.B. Schaubilder, Matrix, standpunktorientierte Rolle u.ä.)
  • Umgang mit dem Computer – Einführung in Möglichkeiten der Recherche, der Darstellung und Präsentation sowie Kenntnis über die Bedeutung des Computers als „Werkzeug“
  • Methoden der Partnerarbeit / Gruppenarbeit

Kompetenzbezogene Standards 2. Halbjahr

  • Einblick in die individuelle und gesellschaftliche Nutzung von Medien
  • Umgang mit der Fotokamera – Einsatz der Fertigkeiten in Projektarbeit
  • szenische Gestaitung
  • Durchführung von Gruppenarbelt unter Berücksichtigung inhaltlicher, methodischer, kommunikativer und sozial-integrativer Vorgaben, besonders auch fächerübergreifend