Prolog

Liebe Leserin und lieber Leser,

Sie halten unser Dossier über die deutsch-kanadische Schülerbegegnung im September 2009 in Händen!

Es berichtet vom gemeinsamen Kommunizieren und Leben über den Atlantik hinweg zwischen den Schülerinnen und Schülern des Collège Stanislas in Montréal und denen des Lilienthal-Gymnasiums in Berlin-Lichterfelde.

Der Kontakt zu den Kanadiern besteht seit nunmehr vier Jahren. Das Collège Stanislas suchte per E- Mail eine „passende“ Schule und fand sie in unserer „Lili“.

Im Jahr 2005 fand die erste Begegnung statt: Die kanadischen Schüler/innen kamen im Februar, wir besuchten sie im September. Genauso wie in diesem Jahr.

Ein Schüleraustausch ist heute nichts Besonderes mehr?
Im Allgemeinen mag das stimmen.
Das Besondere an diesem Austausch ist jedoch die Tatsache, dass das „Stan“ als „kleinerer Bruder“ des in Paris ansässigen Collège Stanislas eine Schule ist, die nach französischem System arbeitet.
Wir verbinden also das europäische Elemente mit nordamerikanischer Lebensweise!

Außerdem genießt diese Schule in Montréal einen ausgezeichneten Ruf als katholische Privatschule.
Beide Schulen haben Interesse daran, den Austausch fortzusetzen und ihn zu einer festen Einrichtung im schulischen Leben zu verankern.

Kanada ist ein Land, in dem offiziell zwei Sprachen gesprochen werden, und es ist ein Einwanderungsland. Die kanadischen Erfahrungen mit dieser Zweisprachigkeit, die guten PISA-Ergebnisse aufgrund seines funktionierenden Schulsystems sowie die rechtlichen, sozialen und kulturellen Bedingungen als Einwanderungsland für eine multikulturelle Gesellschaft und deren Integration erlauben eine Projektion auf Europa und Deutschland der nächsten Jahrzehnte.

Kanada öffnet damit unseren Jugendlichen Einsichten und kann für ihren weiteren persönlichen und beruflichen Lebensweg zukunftsweisend sein.

„Unsere Sehnsüchte sind unsere Möglichkeiten.“

Robert Browning

Ihre
Friederike Prinz- Dannenberg