28. März 2012 – Rundtisch-Gespräch

Am 28. März trafen sich im Auftrag des Bundesministeriums Vertreter der Kommunikationsagentur Apertoplenum mit Schülern, Eltern, Lehrern und den Senior Partners unserer Schule, um über das Thema der „Exzessiven Computer- und Internetnutzung von Jugendlichen“ sowie über Computerspiele (Arbeitstitel: „Watch your game“) zu diskutieren.
Die vom Bundesministerium ausgerufene Initiative
externer Link „Dialog Internet“ gibt es seit 2010. Eltern und Lehrer sollen pädagogisch in allen Netzfragen unterstützt werden und gemeinsam mit den Jugendlichen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen arbeiten (Stichwort: Medienkompetenzvermittlung, Medienerziehung).

Tobias Miller von der Redaktion externer Link „spielbar.de“ (ein Projekt der Bundeszentrale für Politische Bildung) moderierte souverän den „round table“ (bei uns: eckig) und eröffnete die Veranstaltung, die insgesamt in einer sehr sachlich-kompetenten, harmonischen und an manchen Stellen auch heiteren Atmosphäre stattfand.
Die Diskussion gliederte sich in die Teile „Faktenlage, Bewertung und Lösungsstrategien“. Alle Beteiligten trugen aus ihrer Lebens- und Arbeitswelt Informationen bei, die deutlich machten, wie komplex das Thema zu betrachten ist.
Folgende Bereiche wurden beleuchtet:

  • die angemessene zeitliche wie inhaltliche Nutzung, die Jugendliche am PC verbringen,
  • die Differenzierung zwischen Arbeit und Spiel, das Alter der Jugendlichen, denn die Nutzung differiert zwischen 12 und 18 Jahren,
  • die Bedeutung von Smart Phone und Table PC (steigern die Nutzung, pausenlose Verfügbarkeit, die flüchtige und oberflächliche Beschäftigung, die „Multitaskingqualität“),
  • die günstigen Kosten , die zu inhaltsleeren Informationen führen,
  • die Rolle, Kompetenz, Verantwortung und oft Überforderung der Eltern (wie setzen sie Grenzen?, knappes Zeitbudget der Eltern, die selbst auch in ihrer Welt konsumieren: Fernsehen),
  • der sich im Unterricht auf die Leistung und Konzentration negativ auswirkende Einfluss des exzessiven Medienkonsums, das veränderte „Spielverhalten“ der Schüler nach der Schule, ihre Überlastung durch Hausaufgaben etc., Mediennutzung als Entspannung gegen Stress, Burn Out (Entzug der Realität), die Maßnahmen, die am Lilienthal-Gymnasium getroffen werden, wenn im geschützten Raum „Schule“ Smart Phones benutzt werden,
  • die Generation „wortlos“ (Senior Partners), da zu Hause nicht mehr genug geredet wird,
  • der Tipp der Schüler, bereits in der 4. bis 6. Klasse mit der Medienerziehung und Medienprävention zu beginnen und zwar durch ältere Schüler, (Kampagnen wie „Schau hin“ oder Flyer als Instrument gegen Medienkonsum seien überflüssig).

Abschließend konnte insofern Konsens erzielt werden, als dass die Teilnehmer der Kommunikation, Eigendisziplin und Bewusstseinsschärfung eines jeden einzelnen einen hohen Stellenwert bei der Lösung des Problems der exzessiven Mediennutzung beimessen!

Teilnehmerliste

  • Tobias Miller, Moderation
    spielbar.de (Bundeszentrum für politische Bildung)
  • Annekathrin Donath, apertoplenum
    Projektleitung Dialog Internet
  • Pauline Drewfs, apertoplenum
    Redaktion Dialog Internet

Lilienthal-Gymnasium

  • Lehrer
    • Gunter Barnickel,
      komm. Schulleiter
    • Ulla Reichelt,
      Fachbereichsleiterin Deutsch
    • Philipp Wenzlau,
      Beauftragter für Drogen- und Gewalt-Prävention, Mitglied des Krisenteams,Mitglied der erweiterten Schulleitung
    • Friederike Prinz-Dannenberg,
      Öffentlichkeitsarbeit und Homepage
  • Schüler
    • Julian Hoedt,
      Schulsprecher (Kl. 10.3)
    • Nils Baschab,
      Stellvertr. Schulsprecher
  • Eltern
    • Lutz Meinert,
      Vorsitzender der GEV
    • Anorta Buder-Döring,
      Stellvertr. GEV-Vorsitzende
  • Senior Partners
    • Frau Weißer
    • Herr Heuchert

 

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