Lilienthal-Gymnasium Berlin
Dieser Webauftritt spiegelt den Stand vom 10. Oktober 2015 wider und wird nicht mehr aktualisiert,
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Das Lilienthal – Gymnasium muss sich heute – wie jede Schule – einer Vielfalt von Erwartungen und Anforderungen stellen. Wir bemühen uns daher immer aufs Neue um kritische Reflexion unserer Arbeit, um Fortbildung und um Weltoffenheit, denn wir leben in einer Welt mit enormen Umbrüchen: zunehmende Globalisierung, technische Innovationen, besonders im Medienbereich, Umwälzungen im Berufsbereich und an den Universitäten, hinzu kommen Struktur- und Methodenreformen im Schulbetrieb. Einfache Antworten auf die neuen Anforderungen, die hieraus für die Schule erwachsen, kann es nicht mehr geben.
Das umfassende Ziel von Bildung in einer komplexen und pluralistischen Gesellschaft
ist Weltorientierung. Diese Bildung wollen wir vermitteln. Darüber hinaus gibt es
Ziele des klassischen Bildungsverständnisses, die auch heute noch für uns am
Lilienthal–Gymnasium gültig sind: Autonomie des Einzelnen, Offenheit für Erfahrungen,
Erkundung des eigenen Potenzials. Doch sie stehen mehr als früher im Spannungsverhältnis
zu Anforderungen wie Teamfähigkeit, Flexibilität, Kommunikationsbereitschaft und
–fähigkeit, Orientierung an Bedürfnissen des späteren Arbeitslebens.
Also gilt es immer aufs Neue, eine Balance herzustellen zwischen dem Anspruch auf
individuelle Entfaltungsmöglichkeit und dem Erwerb von Kompetenzen, die für die
Teilhabe des Einzelnen am gesellschaftlichen Leben erforderlich sind.
Es ist zudem eine Balance zu halten zwischen Fächern, die keinen direkten Bezug
zu einer späteren Praxis haben, jedoch für die persönliche Entfaltung unverzichtbar
sind, und Fächern, deren „Nützlichkeit“ offenkundiger ist, also zwischen zweckfreiem
und zweckorientiertem Wissen.
Unsere Schule begreift sich daher nicht nur als Ort des Rückgriffs auf unverzichtbare
Traditionen, sondern auch als Ort des Vorgriffs auf später wichtige Qualifikationen.
Medienausbildung ist zentraler Bestandteil unseres Profils. Medien durchdringen den Alltag und die Berufswelt, sie sind Mittel der Weltaneignung in einem fundamental anderen Sinne als in früheren Epochen. Nur eine Bildung, die insbesondere auch Medienbildung umfasst, kann gewährleisten, dass jeder einzelne Schüler sich seine jeweilige Welt aneignet und zugleich für seine zukünftige Berufswelt gerüstet ist.
Guter Unterricht ist weiterhin das, was eine gute Schule ausmacht. Zentral sind für uns fachliche Fragen, die sich am Lernstoff stellen, und die weitergehende Frage, welche Schlüsselprobleme sich für den fachlichen Zugriff auf die Welt ergeben. Eine gute Schule sieht die Stärken ihrer Schüler und fördert sie. Daher setzen wir auf eine zugewandte Pädagogik, auf eine Pädagogik, die neue Unterrichtsvorstellungen aufgreift, jedoch Bewährtes nicht aufgibt, wir setzen auf soziale Regeln, die auf guten Beziehungen zu den Schülern und zwischen den Schülern beruhen — und wir bemühen uns um eine freundliche, aber verbindliche Atmosphäre im Unterricht im Rahmen einer guten schulischen Ordnung.
Für uns ist es Ansporn und Herausforderung, allen Schülern gleichermaßen Chancen zum Lernen und zur Entwicklung von Kompetenzen zu bieten. Das Lilienthal–Gymnasium nutzt dazu auch die vielfältigen Angebote und Impulse einer Großstadt, z.B. Exkursionen, Ausstellungs- und Theaterbesuche, Kooperationen und Kontakte mit privaten und öffentlichen Einrichtungen.
Eine Schule ist nur so gut wie die Lehrenden — in der Kenntnis ihres Fachgegenstandes
und der Methoden seiner Vermittlung, im Engagement für den Gegenstand und in der
Fähigkeit zum freundlichen und verständnisvollen Umgang mit Schülern. Die Vielfalt
der Lehrenden, das weite Spektrum von Persönlichkeiten im Kollegium, auch die Mischung
aus Jung und Alt, zeichnet unsere Schule ebenfalls aus.
Von unseren Schülern erwarten wir Eigeninitiative und die Bereitschaft zur Anstrengung,
wir wünschen uns leistungsfähige, aber auch zufriedene und selbstbewusste Schüler,
die später befähigt sind, sich gegen jede Form von geistiger Bevormundung zur Wehr
zu setzen. Sie sollen lernen, dass man Bildung nur durch eigene Anstrengung erwerben
kann, dass sie ein Akt der persönlichen Entwicklung und damit der Orientierung in
der Welt ist.
Konzentriertes Arbeiten ist eine höchst lebendige Tätigkeit und vor allem an der
Schule können Schüler sie lernen – aber Schule ist mehr als Unterricht, sie ist eine
Gemeinschaft, ein Lebensraum unterschiedlicher Menschen, die freundlich und respektvoll
miteinander umgehen.
Unsere Schule ist ein Ort, den wir so gestalten wollen, dass unsere Schüler gern hierher kommen, sich hier wohl fühlen, etwas lernen und dabei zu sich selbst finden. (Rundgang)
Weitere Informationen zu unserem Schulprogramm, zu unserem Schulprofil und Hinweise zu den Fächern und unserem Schulleben finden Sie über die entsprechenden links unserer homepage.
Wir danken Ihnen für Ihr Interesse!
Schulleitung und Kollegium des Lilienthal-Gymnasiums