Der Sponsorenlauf am Lilienthal-Gymnasium Berlin
im Jahr 2010

24. September 2010. Es ist wie Weihnachten. Zum Glück gilt das nicht für das Wetter. Aber es gibt einige Überraschungen und Geschenke: die Schule hat 120 neue Schüler und Schülerinnen bekommen. Und die sind zum großen Teil mit höchstem Einsatz auch an diesem sportlich betonten Tag dabei. Bis zu 12 (ja, kein Fehler: zwölf!) Runden schaffen die Schülerinnen und Schüler in den 45 Minuten, die maximal zur Verfügung stehen. Jede Runde ist 800 m lang. Das ergibt die für mich wohl doch langsam alt werdenden Schriftführer des Fördervereins unglaubliche Strecke von knapp 10 km in einer dreiviertel Stunde. Das reizt zu einer weiteren Hochrechnung: diese Jungsportler laufen auf Dauer 12,8 km/h. Jeder gibt, was er kann (O.K., manche nur, was sie (eigentlich nicht) wollen). In der Summe wird die Rundenmarkierung 1.546 Mal übertreten.

Schon alleine die bisher genannten Fakten sind Anerkennung und Dank wert.

Aber jetzt gibt es noch eins oben drauf: Eltern, Verwandte, Bekannte, selbst Firmen haben sich ins Zeug gelegt und spenden für jede Runde. Dabei kommen Rundenbeträge von bis zu 20 Euro für eine einzige laufende Person zusammen. Manche spenden noch freiwillig dazu, runden auf, oder lassen den krankheitsbedingten Ausfall des Kindes zu keinem Ausfall der Spenden werden. Der größte Förderbetrag eines Schülers ist 135 (!) Euro, die größte Einzel(zusatz)spende 25 Euro. Das alles spült insgesamt über 4,5 Tausend Euro in die Kasse des Fördervereins.

Ein riesiges Dankeschön an alle, alle, die gelaufen sind (oder es gewollt hätten), alle, die gespendet haben, aber auch alle, die völlig ohne Bezahlung gekommen sind, freiwillig kassiert haben, Kuchen gebacken, Getränke geholt oder verkauft haben, Tische und Bänke gefahren haben, und, und. Ein Dankeschön aber auch an die Schulleitung und die Lehrkräfte, für die solch ein Tag auch ein Umgewöhnen ist, besondere Aufsichts- und Organisationsbedürfnisse mit sich bringt.

Und was passiert nun mit dem Geld? Das ist eine Frage, die oft gestellt wurde. Die Antwort hat zwei Ausführungen. Die erste ist bürokratisch: der Vorstand des Fördervereins bestimmt, was mit dem Geld geschieht, wie es eingesetzt wird. So will es die Satzung. Auf jeden Fall wird es direkt für die Schule verwendet. Und nun die vermutlich eher erhoffte Antwort: weil wir eine medienbetonte Schule sind, nur an solchen Tagen so viel Geld zu sammeln imstande sind, und immer wieder am Tag der offenen Tür gefragt werden, ob wir denn genügend mit Smart Boards ausgestattet wären, wurde bisher – wie wir es auch vorher schon verkündet hatten – soweit möglich ein Smart Board von den Einnahmen beschafft. Das ist aber nicht alles, was wir können und wollen. Ein Teil der Mittel bleibt zusammen mit den Mitgliedereinnahmen anderen wichtigen Projekten und Objekten der Schule vorbehalten. Die Aula und die vor dem Gebäude installierte Sitzecke für Schülerinnen und Schüler sind zwei Beispiele für das Andere, was gefördert werden soll.

Gutes und schönes Lernen wollen wir fördern. Damit sich die Schüler und Schülerinnen, aber auch die Lehrerschaft so wohl fühlen wie wir uns beim Sponsorenlauf: viel Arbeit, viel Spaß, Gemeinschaft und schließlich Erfolg.

Übrigens sind wir längst beim Überlegen und Verhandeln, wie es nächstes Mal noch schöner und reibungsloser werden kann. Dazu wäre es gut zu wissen, was denn für die Teilnehmer noch besser und schöner wäre. Manchmal helfen kleine Ideen, mit wenig Aufwand viel Unmut zu verhindern. Also: mich anmailen oder/und in den Förderverein „Freunde des Lilienthal-Gymnasiums Berlin e.V.“ eintreten und in der Mitgliederversammlung Mitbestimmung praktizieren. Wir freuen uns über alle drei: Mails, neue Mitglieder und den nächsten Sponsorenlauf.

Und über diesen wird deutlich zeitnaher berichtet. Versprochen.

Manfred Liepelt
Schriftführer

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