Lilienthal-Gymnasium Berlin
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November/Dezember 2009
Die Schülerinnen und Schüler sollen mit dem bilingualen Unterricht die Chance erhalten, durch den fremdsprachlichen Sachfachunterricht ihre kommunikative Kompetenz in der englischen Sprache zu steigern und damit auch ihre Studierfähigkeit und die beruflichen Chancen zu erhöhen. Gleichzeitig stellt der immer wieder geforderte Perspektivenwechsel und die Reflexion fremder Lebensstile einen Beitrag zur interkulturellen Bildung dar und bereitet die Schüler damit in besonderem Maße auf die sprachlichen und kulturellen Gegebenheiten im Globalisierungsprozess vor. Aufgrund der Nutzung der Fremdsprache im Sachfachunterricht wird im bilingualen Unterricht stärker exemplarisch gearbeitet. Schüler werden außerdem schneller mit methodischen Vorgehensweisen vertraut gemacht, da bereits das Vokabular zum Unterrichtsablauf Gegenstand des Unterrichts ist.
Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9.2 haben im Schuljahr 2009/2010 im 1. Halbjahr 2 Wochenstunden epochalen Geographieunterricht. Behandelt werden die Themen USA, Leben in den wechselfeuchten Tropen und Afrika südlich der Sahara.
In Absprache mit den Eltern und den Schülern der Klasse konnte ein bilinguales Projekt zum Thema „Tropischer Regenwald“ realisiert werden.
Um bilingual arbeiten zu können, war es anfangs notwendig, methodische Arbeitsweisen und Fachvokabular zur Auswertung von Arbeitsmaterialien zu behandeln wie z.B. analysis of climate graphs, types of material (pie chart, graphs, bar chart…), climate and vegetation zones (Germany- temperate climate/ deciduous and mixed forest). Im Anschluss wurden die Schülerinnen und Schüler mit den klimatischen Bedingungen zur Entstehung des Regenwaldes vertraut gemacht (passat circulation).
Die Erkenntnis zum Stockwerkbau (different layers of the tropical rainforest) und Ökosystem des Regenwaldes (ecosystem) bot die Möglichkeit sich mit den Ursachen und Folgen der Abholzung des Regenwaldes (causes and effects of deforestation) und möglichen Lösungsmaßnahmen (solutions) auseinanderzusetzen.
Verschiedene methodische Herangehensweisen wie beispielsweise Partner- und Gruppenarbeit, das Erstellen einer concept map, die Auswertung von geographischen Materialien, Atlasarbeit, die Gestaltung von Lernplakaten sollte den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, so viel wie möglich Englisch zu sprechen. Dieser Ansatz des eigenverantwortlichen Lernens eignet sich besonders im Geographieunterricht, da wie bereits genannt, hier stärker exemplarisch gearbeitet wird.
Üblicherweise erhalten die Schüler verstärkten Englischunterricht in Klasse 7 und 8 bevor der bilinguale Sachfachunterricht einsetzt. Die Klasse 9.2 hat sich nach anfänglichen sprachlichen Schwierigkeiten enorm schnell in den englischsprachigen Geographieunterricht eingearbeitet, indem Vokabeln gezielt gelernt wurden und die mündliche Mitarbeit gesteigert werden konnte. Wichtig ist sicherlich aber auch, dass die Schüler den bilingualen Unterricht als Herausforderung empfunden haben, der zudem noch Spaß macht.
Ergebnisse dieses Projektes (Vorstellen einer Unterrichtsstunde, Lernplakate) werden am Tag der offenen Tür (16.01.2010) im Fachbereich Englisch ausgestellt.
An dieser Stelle möchte ich den Schülern der Klasse 9.2 für ihre Lernbereitschaft, Fleiß und Ausdauer danken, die auch das Unterrichten in diesem Projekt zu einem erfolgreichen Erlebnis haben werden lassen.
K. Sajid